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Neue OGS-Räume schweben am Haken ein

Iserlohn: An der Südschule werden aktuell moderne Container-Module für die Unterbringung aufgestellt.

Iserlohn OGS-Räume

Per Kran wurden am Freitag die ersten elf von 22 Modulen für die OGS-Betreuung an der Südschule platziert.

Man würde in Anlehnung an den Kinderfilm gerne vom fliegenden Klassenzimmer schreiben, doch streng genommen sind es Räume für die OGS-Betreuung, die da am Freitag mittels zweier Kräne auf dem Schulhof hinter der Südschule einschweben, und dort ab Anfang Dezember den gestiegenen Raumbedarf abdecken sollen. 513 000 Euro plus 21 000 Euro für Mobiliar investiert die Stadt hier in 22 Container, im offiziellen Sprachgebrauch Gebäude-Module genannt.

Module sollen eindeutig nur Zwischenlösung sein

Die Bezeichnung darf durchaus als trefflich bezeichnet werden, haben die Bauelemente doch wenig gemein mit den veralteten Container-Modellen, wie sie am Nußberg stehen, wo vor Wochen wie berichtet die Schüler gegen ihre Unterbringung demonstriert hatten.

„Das ist heute der Startschuss für die bauliche Erweiterung“, sagt im Gespräch vor Ort Claudia Zawada, die Leiterin des Kommunalen Immobilien-Managements (KIM). Die Lösung mit den „Gebäude-Modulen“ – sie ist erklärtermaßen nur als Zwischenlösung geplant. 2018 soll die ehemalige Hausmeisterwohnung umgebaut werden, danach soll ein Anbau an das alte Waisenhaus als endgültige Lösung her. „Die denkmalrechtliche Erlaubnis liegt vor“, erklärt Claudia Zawada. Allerdings müsse der Bau von der Iserlohner Politik im kommenden Jahr zunächst beschlossen werden.

„Drei bis vier Jahre“, erklärt Uli Römer, Leiter der Südschule, so lange solle die Modul-Zwischenlösung nach Wunsch der Stadt bestehen bleiben. „Danach werden wir eine umfassende Umgestaltung des Schulgeländes brauchen.“ Denn: Für die Module mussten auf dem Schulhof mehrere Spielgeräte weichen. Auch fehlen nun in den kommenden Jahren Außenflächen. „Immerhin konnten wir die Hangrutsche ,retten’, erklärt Römer, der sich aber über die neuen Räume freut.

In den 22 Modulen werden auf zwei Stockwerken mit 400 Quadratmetern Nutzfläche vier Betreuungsräume á 60 Quadratmeter eingerichtet. Hinzu kommen ein Nebenraum (14 Quadratmeter), zwei Abstell- (4) und zwei WC-Räume (18). In dem provisorischen OGS-Trakt wird es Gasheizung, Strom-, Wasser- und auch Internetanschlüsse geben. „Weil es so nah ist, können wir die Versorgung quasi ans Hauptgebäude andocken“, erklärt Claudia Zawada. Da die Stadt die Container gekauft hat, können sie später, wenn der Neubau am alten Waisenhaus abgeschlossen ist, an anderer Stelle weiter verwendet werden.

Für die Anlieferung der ersten elf Module musste am Freitag die Waisenhausstraße gesperrt werden. Ein Kran lädt die gut 6 bis 7,5 Tonnen schweren Elemente zunächst vor dem Schulgebäude ab. Von dort geht es die schmale Stichstraße hinauf bis zum hinteren Schulhof. Dort wartet ein weiterer Kran, der die Teile zusammenfügt.

Aufbau ist eine logistische Maßarbeit

Die Aktion ist eine logistische Maßarbeit. Zwischen Lkw, Ladung und umstehenden Zäunen sind es beim Auffahren nur Zentimeter. Im Vorfeld musste geklärt werden, ob die von Findlingen getragene Böschung in Richtung Tersteegen-Haus die Last überhaupt tragen kann. Die fehlenden elf Module sollen am Samstag kommender Woche angeliefert werden.

Im kommenden Schuljahr sollen laut Prognose 178 Kinder die OGS Südschule besuchen. Schon jetzt fehlt es bei 152 Kindern an Platz.


Westfalenpost vom 04.11.2017

 
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