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Turbobaustelle

Am Hilpoltsteiner Kinderhaus wird fieberhaft gearbeitet – Einzug in gut zwei Wochen geplant

Nach den Herbstferien sollen die Kinder Anfang November ins neue Jugendhaus der Stadt einziehen. Ein ambitionierter Plan. Doch Bürgermeister Markus Mahl hält am Einzugstermin fest. „Die Zeitschiene steht“, verkündete er am Montagabend bei einem Baustellenbesuch.

Es herrscht Hochbetrieb am Montagabend, als der Bauausschuss das neue Jugendhaus hinter der Mittelschule besichtigt. Mehrere Firmen arbeiten gleichzeitig, das Gerüst für die Verkleidung steht noch, Trockenbauer schneiden Platten für die Innenverkleidung, die Fassade ist mit schwarzer Plastikfolie verhängt – aprikosenfarben und grün soll sie einmal werden. Mehrere Dutzend Arbeiter laufen durch die langen Gänge, Kable und Maschinen liegen am Boden, Lüftungsrohre hängen von den Decken und Kartons mit Material stapeln sich überall. Einige Zimmer sind kurzerhand zum Breotzeitraum umfunktioniert. Es staubt und lärmt.

Man möge doch bitte zusammenbleiben, bittet Bürgermeister Markus Mahl (SPD), um den Baustellenbetrieb nicht zu behindern. Denn Zeit ist kostbar. „Die Zeitschiene steht noch“, sagt Wolfgang Werthner vom Bauamt. Er überwacht und koordiniert die Arbeiten. „Man sieht täglich Fortschritte, auch wenn es noch nach Rohbau aussieht“, erklärt er den Mitgliedern des Bauausschusses, die zuweilen skeptisch bis staunend durch die Flure laufen. „Das letzte Mal als ich da war, stand hier noch Wald“, sagt Alfred Waldmüller (FW): Das war noch im Sommer so. Erst Ende August begannen die Arbeiten am Kinderhaus. „Die sind ja schon ziemlich weit“, staunt Klaus Pitterle (CSU) und selbst Michael Greiner, Fraktionschef der Freien Wähler und schärfster Kritiker des sportlichen Zeitplans, muss einräumen: „Schneller kannst Du nicht sein.“ Allerdings habe man den Einzugstermin um ein Vierteljahr nach hinten verschoben, schränkt Greiner ein. Noch in der Stadtratssitzung Mitte Dezember 2013 hatte er allerdings von zweieinhalb Jahren Zeit von der Planung bis zum fertigen Bau gesprochen.

„Dann hätten wir jetzt ein Problem“, sagt Mahl. Er habe den Schulstart im September immer als Einzugstermin vorgegeben, „um der Sache Druck zu gebe“. Denn die 90 Grundschulkinder, die bald hier in den Hort einziehen werden, sind derzeit provisorisch in der Grundschule und in einer Notgruppe im Hofmeierhaus untergebracht. Doch die Grundschule braucht ihre Räume für Ihren Ganztagsbetrieb, wie Schulleiter Peter Benz immer wieder betont.

Erst Ende Januar hat sich der Stadtrat knapp für die jetzige Variante mit rund 750 Quadratmetern entschieden. Rund 2,7 Millionen Euro kostet der Neubau, die Stadt bekommt rund 50 Prozent Zuschüsse. Konzipiert ist das zweigeschossige Haus für maximal 130 Kinder. Es gibt Räume für sechs Gruppen, eine Mensa, verschieden Gruppenräume, ein Chill-Zimmer zum Entspannen, Hausaufgabenräume und einen Bewegungsraum. Alle Zimmer sind hell, große Fenster und Türen sorgenfür viel Licht. Die Fußbodenheizung wird von der Hackschnitzelanlage gespeist. Es fehlen noch die Außenverkleidung und Teile der Kanalisation. Die könne man wegen der Baugerüste leider noch nicht verlegen, sagt Wolfgang Werthner. Man sei etwa eine halbe Woche im Verzug, „aber das holen die auf“. Die, das sind die meist tschechischen Bauarbeiter der deutschen Firma KIP, die jetzt auch am Wochenende arbeiten dürfen – aus Lärmschutzgründen aber nur in den Räumen.

Was zum Spielen fehlen wird, sind der Spielplatz und ein paar Außenanlagen. „Am Anfang wird es ein paar Einschränkungen geben, sagt Mahl. Aber damit können die Kinder leben. Ende November soll es dann eine kleine Einweihungsfeier geben. „Dann haben sich die Kinder schon ein wenig eingelebt“, sagt Mahl. Bei Kindern geht das ja sehr schnell.

DK Nr. 237 vom 15.10.2014 | PDF Download

 
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